| 1701
Kurfürst Max Emanuel hatte das Neue Schloss in Anlehnung an
die Größe der Schlösser Wien und Versailles und
im Hinblickauf die erhoffte Kaiserwürde als zukünftige
Residenz errichten lassen. 1701-1704 wurde der Bau nach Entwürfen
von Enrico Zuccalli begonnen und nach mehrjähriger Unterbrechung
1719-26 unter Joseph Effner weitgehend vollendet. Mit der prunkvollen
Ausstattung waren so berühmte Künstler wie Johann Baptist
Zimmermann, Cosmas Damian Asam und Jacopo Amigoni betraut. Nachdem
die Kaiserwürde nicht an Max Emanuel gefallen war, wurde die
Residenz nicht von München nach Schleißheim verlegt.
Ab 1715
Nach der Rückkehr aus dem französischen Exil beauftragte
Kurfürst Max Emanuel den französischen Gartenkünstler
Dominique Girard mit der Gestaltung des Gartenparterres und mit
der Modernisierung des Bosketts. Zuvor waren die Seitenkanäle
mit den Lindenalleen angelegt worden. Trotz verschiedener Eingriffe
im 19. Jahrhundert zählt der Schlosspark Schleißheim
zu den wenigen in ihrer Grundkonzeption nahezu unverändert
erhaltenen barocken Parkanlagen in Deutschland. |